Vorbereitung
Wie können Sie von diesem Seminar maximal profitieren?
Wie bereits erwähnt, sollten Sie die Bereitschaft mitbringen, das Gelernte über eine längere Zeit anzuwenden. Auch wenn es möglich ist, dass Sie in einzelnen Problembereichen (z. B. Phobien, bedrückende Erinnerungen, Rauchen, unbezwingbarer Appetit auf bestimmte Speisen, u. a.), eine deutliche Erleichterung bereits während des Seminars erleben können, ist in vielen Fällen eine kontinuierliche Anwendung über einen längeren Zeitraum erforderlich. Auch wenn Sie die vermittelten Methoden bereits nach dem Seminar anwenden können, benötigen Sie eine gewisse Zeit der kontinuierlichen Praxis, um das Gelernte wirklich zu verinnerlichen und so bei Bedarf immer verfügbar zu haben.
Jeder Teilnehmer bereitet sich auf das Seminar vor, indem er ein Problem mitbringt, an dem er arbeiten will.
Vorbereitung auf das Seminar
- Wählen Sie ein umschriebenes und nicht allzu stark ausgeprägtes Problem aus, an dem Sie im Seminar arbeiten wollen. (Damit ist NICHT Ihr Hauptproblem gemeint, an dem Sie nach dem Seminar langfristig arbeiten werden.) Der Sinn, ein umschriebenes Problem mit einer mittleren Ausprägung mitzubringen besteht darin, dass viele Seminarteilnehmer im Rahmen einer Demonstration mit einem anderen Seminarteilnehmer bemerken, dass sich ihr Problem vermindert hat, obwohl nicht mit ihnen persönlich gearbeitet wurde und sie auch nicht selbst direkt an diesem Problem gearbeitet haben.
Wenn das Problem zu klein oder zu groß wäre, würde die Veränderung wahrscheinlich nicht oder nur minimal spürbar sein.
Beispiel: Überlegen Sie sich eine Person oder Situation, bei der Sie ein “negatives” Gefühl bekommen, wenn Sie daran denken. Sie könnten z. B. ärgerlich, traurig, wütend, enttäuscht etc. fühlen. Die Ausprägung dieses Gefühls sollte auf einer Skala von 0 – 10 eine Ausprägung von 4 – 6 haben. Null bedeutet, das Gefühl ist gar nicht vorhanden. 10 bedeutet, das Gefühl ist maximal ausgeprägt. - Wählen Sie eingrößeres Problem aus, an dem Sie nach dem Seminar arbeiten wollen. Schreiben Sie alle “negativen” Gefühle auf, die Sie mit diesem Problem verbinden. Schreiben Sie für jedes Gefühl die Intensität auf einer Skala von 0 – 10 auf, also beispielsweise “Angst = 10, Schreck = 8″ etc.
- Formulieren Sie ein positives Ziel, z. B.:
- Phobie: “Schlangen (Spinnen etc.) sind mir vollkommen gleichgültig.”
- Redeängste: “Ich spreche ganz ruhig und frei vor Gruppen”.Rauchen aufgeben: Ich bin ein Nichtraucher.
- Abnehmen: Ich habe mein Optimalgewicht und fühle mich gesund und wohl.
- Innere Unruhe: Ich bin und bleibe ganz ruhig und gelassen, egal was ich tue.
- Traumatische Erinnerungen: Ich kann mich an das Geschehene erinnern, aber es berührt mich nicht mehr.
- Heißhunger auf Schokolade, Süßigkeiten o. a.: Schokolade ist mir ganz gleichgültig.
- Enttäuschung, Wut, Ärger, Zorn, Groll, nicht vergeben können: Ich habe meinem Nachbarn (Vater, Lehrer o. a.) vergeben.
- Bringen Sie das Problem in ungeminderter Ausprägung zum Seminar mit. Beispiel: Wenn Sie aufhören wollen zu rauchen, oder wenn Sie Ihren Heißhunger oder unbeherrschbaren Gelüsten auf Schokolade, Gebäck, Süßigkeiten o. a. loswerden wollen, stellen Sie sicher, dass Sie vorher nicht genascht oder geraucht haben und bringen Sie das Objekt Ihrer Begierde mit (Schokolade, Süßigkeiten, Zigaretten, etc.). Sie werden im Falle der Teilnahme an einer Demonstration nach der Behandlung von der Schokolade kosten oder eine Zigarette in die Hand nehmen, um in einer realen Situation die Veränderung beurteilen zu können.
- Wenn Sie an einer Phobie leiden, überlegen Sie sich, wie Sie den Erfolg testen können. Nur, wenn Sie mit einer realen Situation konfrontiert werden, können Sie sich wirklich davon überzeugen, dass sich das Problem wirklich aufgelöst bzw. vermindert hat. Wenn Sie eine Spinnenphobie haben, wäre es beispielsweise hilfreich, wenn Sie sich während der Behandlung das Problem nicht nur vorstellen, sondern wenn Sie oder ein Begleiter eine Spinne in einer Kiste im Kofferraum dabei haben. (Ich weiß, bei einer ausgewachsenen Spinnenphobie ist das völlig undenkbar, aber es gibt Teilnehmer, die sich so etwas organisiert haben.)
- Es ist für Ihren Seminarerfolg nicht unbedingt erforderlich, sich vorher zu belesen, da alles Wichtige im Seminar vermittelt wird. Manche Seminarteilnehmer machen sich jedoch gerne vorab mit der Materie vertraut. Wenn dies für Sie zutrifft, können sich daauf vorbereiten, indem Sie auf meiner Homepage (www.hypnose-doktor.de die Kapitel “Hypnose” und “Selbsthypnose” lesen.
Es empfiehlt sich auch, die Informationen durchzulesen, mit denen sich der Patienten auf eine Einzelsitzung bei mir vorbereiten. Die Informationen im Kapitel “Vorbereitung Ersthypnose” helfen Ihnen, ein realistisches Bild von Hypnose (und damit auch der Selbsthypnose) zu erhalten, so dass Sie hinterher nicht fälschlicherweise glauben „Ich war gar nicht in Hypnose, ich war doch bei Bewusstsein und habe auch alles gehört“.
Eine weitergehende Lektüre ist zur Vorbereitung nicht erforderlich.
Was sollten Sie mitbringen?
- Schreiben Sie auf eine Karteikarte eine Liste der negativen Aspekte zum Problem an dem Sie arbeiten wollen.
- Wenn Sie aufhören wollen zu rauchen, oder wenn Sie den Heißhunger auf Schokolade, Süßigkeiten etc. auflösen wollen, bringen Sie die Objekte Ihrer Begierde bitte zum Seminar mit. Stellen Sie aber sicher, dass Sie vorher nicht geraucht oder genascht haben, so dass Ihr Verlangen stark ausgeprägt ist.
- Da das Seminar häufig in alt-ehrwürdigen Gemäuern stattfindet, bringen Sie ggf. einen warmen Pullover etc. mit.
- Es gibt immer wieder Seminarteilnehmer, die es vorziehen, im Liegen in die Selbsthypnose zu gehen. Wenn dies auch für Sie zutrifft, können Sie sich eine Decke und ein Kissen zum Seminar mitbringen.

